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STUDIEN - KURZFASSUNG
PHYSIOTRON MAGNETFELDTHERAPIE -
HINWEISE FÜR WIRKSAMKEIT BEI DEGENERATIVEN
ERKRANKUNGEN DER WIRBELSÄULE
Die folgende Kurzfassung einer Studie wurde von Dr. Josef Schreiegg, Facharzt für Allgemeinmedizin und
Vorstand des schwäbischen Hausärztverbandes, erstellt:
Innerhalb des Bereichs der physikalischen Behandlungsverfahren hat die Physiotron Magnetfeldtherapie (MFT)
zuletzt einen enormen Aufschwung genommen. Zur Verbesserung der wissenschaftlichen Absicherung dieser Therapieform
erscheint die Durchführung weiterer klinischer Studien notwendig.
MAGNETFELDTHERAPIE BEI VERTEBRALSYNDROM
Eine Studie, die sich mit dem klinischen Einsatz von Magnetfeldtherapie beschäftigt, wurde am Higher Medical
Institute in Plovdiv (Bulgarien) unter der Leitung von Doz. Dr. med. Marin Marinkev und Doz. Dr. med. Kraeff durchgeführt.
Dabei wurde der therapeutische Effekt des niedrig-energetischen Magnetfelds eines Physiotron Stimulations-Systems bei
Patienten mit degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule untersucht. Neben der Schmerzsymptomatik und verschiedenen
klinischen Parametern wurde auch die Entwicklung der allgemeinen Befindlichkeit und verschiedener Begleitsymptome der
Erkrankung im Zeitverlauf erfaßt.
STUDIENDESIGN
In die Studie wurden 42 Patienten mit degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule, die in der Ambulanz für
physikalische Medizin des Hohen Medizinischen Instituts in Plovdiv (Bulgarien) in Behandlung waren, eingeschlossen.
Die Beschwerden der Patienten manifestierten sich v.a. in Form chronischer Schmerzen sowohl bei Bewegung als auch
statischen Belastungen sowie muskulären Verspannungszuständen. Die Patienten wurden nach dem
Zufallsprinzip einer MFT-Verum- bzw. Placebobehandlung zugeteilt. Die Verumgruppe bestand aus 32 und die Placebogruppe
aus 10 Patienten, wobei sich hinsichtlich dem Durchschnittsalters der Studienteilnehmer und der Dauer der Beschwerden
keine relevanten Unterschiede zeigten.
Die Behandlung der beiden Gruppen erfolgte über einen Zeitraum von 8 Wochen. Während dieses Zeitraums
wurde 5mal pro Woche jeweils vormittags eine 30 Minuten dauernde Krankengymnastik durchgeführt. Parallel dazu
erhielten die Patienten jeweils vor und nach der Bewegungstherapie eine Behandlung mit Magnetfeldtherapie mit einer Dauer
von je 8 Minuten. Dafür wurde das Physiotron Magnetfeldsystem bestehend aus einer Behandlungsmatte und einem
Steuergerät eingesetzt. Bei den Patienten der Placebogruppe waren die Geräte so präpariert, daß
keine Einwirkung in Form eines Magnetfelds stattfand.
Verlaufskontrollen wurden zur Hälfte der Therapiefolge sowie nach der 40. Anwendung (Therapieende) durchgeführt.
Dabei wurde die Schmerzempfindung der Patienten sowohl quantitativ (anhand einer visuell-analogen Skala von 0 bis 100) als
auch qualitativ (Schmerzcharakteristik dumpf, stechend etc.) und in der topographischen Zuordnung erfaßt. Des weiteren
wurden vom Untersucher die Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie das Ausmaß der muskulären Verspannung beurteilt.
ERGEBNISSE
In der Verumgruppe zeigte sich nach der 20. Anwendung bei 88 % und zu Therapieende bei 96 % der Patienten eine
Besserung des Zustandsbilds. Im Vergleich dazu wurde in der Placebogruppe nach der 20. Anwendung bei 50 % und
zu Therapieende bei 70 % der Patienten eine Besserung festgestellt (Abb. 1-4). In der MFT-Gruppe wurde im
Therapieverlauf u.a. auch eine Verbesserung der Schlafqualität sowie der begleitenden Kopfschmerzen gesehen.
Bei einem Teil der Patienten (18 Personen) aus der Verumgruppe konnte zusätzlich 30 Tage nach
Therapieende eine Verlaufskontrolle durchgeführt werden. Dabei zeigte sich in 28 % der Fälle eine
neuerliche Zunahme der Beschwerden gegenüber Therapieende. Bei 11 % der Patienten hatte sich zu diesem
Zeitpunkt eine Symptomatik wie vor Beginn der Therapiephase ergeben.