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DIE HELFENDE KRAFT DES MAGNETFELDES

EIN BEITRAG DER MED.EX. - ZENTRALE


Eine komplementärmedizinische Therapie- und Behandlungsform hat sich in den letzten Jahren verstärkt unter neuen technischen Voraussetzungen für Behandlungen von chronischen Leiden aller Art – auch in der Arztpraxis etabliert: Die Magnetfeld-Therapie.

EINE ALTE „GESCHICHTE“ MIT NEUEN ERGEBNISSEN

Bereits vor 3500 Jahren nutzten Menschen Magnetfelder um körperliche Beschwerden zu lindern. Die Chinesen behandelten schon im Altertum verschiedene Krankheiten mit Magneten. Ähnliche Überlieferungen stammen aus dem alten Ägypten. In Österreich erzielte der bekannte Arzt Franz Anton Mesmer größte Erfolge mit der Behandlung durch die helfende Kraft des Magnetfeldes.






Der Naturforscher, Arzt und Philosoph Paracelsus setzte ebenfalls Magnete ein; sie sollten bei vielen Leiden Erleichterung bringen


Über den Einfluss von gepulsten Magnetfeldern bei der Heilung von Knochenbrüchen wurde in der Neuzeit erstmals von Basset et al. 1974 berichtet. Der positive Einfluss von gepulsten Magnetfeldern zur Stimulierung des Heilungsprozesses z. B. bei Knochenbrüchen basiert auf der Modellvorstellung, dass elektromagnetische Felder an die piezoelektrischen Eigenschaften des Knochens ankoppeln und somit die Kallusbildung anregen. Eine eingehende Diskussion dieser Modellvorstellung im Zusammenhang mit verschiedenen Magnetfeldgeometrien und deren klinischer Anwendung sowie deren Ergebnisse bis 1983 sind in dem Übersichtsartikel von Barker und Lunt zusammengefasst. Über positive Erfahrungen mit der Magnetfeldbehandlung bei verzögerter Knochenheilung und gelockerten Hüft-Totalendoprothesen wird auch aus dem Orthopädischen Krankenhaus der Stadt Wien-Gersthof berichtet.

In einer Literaturstudie über die klinische Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie bewerten Quittan et al. 31 Arbeiten, wobei gepulste Magnetfelder mit Feldstärken von 0,2 yTesla bis 10 yTesla im Frequenzbereich von 12 bis 100 Hz verwendet wurden. Von 20 Arbeiten, die ein doppelblindes, plazebokontrolliertes Design aufweisen, belegen 15 Arbeiten eine positive Wirkung der Magnetfeldtherapie, vor allem auf dem Gebiet der Knochenheilung und der Schmerzreduktion bei Gelenkserkrankungen. In einer klinischen Studie des Higher Medical Institute Plovdiv wird über die positive therapeutische Wirkung der Magnetfeldtherapie mit dem Physiotron Stimulationssystem bei vertebrogenen Erkrankungen berichtet, wobei Impulsgruppen mit variierenden Frequenzen verwendet wurden.

PHYSIKALISCHE UND BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN

Die Moleküle und Ionen, aus denen die Zellen aufgebaut sind, weisen zum Großteil elektrische Ladungen bzw. elektrische und magnetische Dipolmomente auf. Die zeitliche Änderung des Magnetfeldes hängt direkt mit der zeitlichen Änderung des Stromes zusammen: Ein Gleichstrom erzeugt ein zeitlich konstantes Magnetfeld, während Wechselstrom oder zeitlich gepulste Ströme magnetische Wechselfelder oder gepulste Magnetfelder hervorrufen. Magnetische Wechselfelder oder gepulste Magnetfelder, die durch einen Wechselstrom in einer Leiterschleife

Feldliniencharakteristik bei einem spulenförmig angeordnetenLeiter


oder Spule erzeugt werden, sind entsprechend den Maxwellgleichungen auch mit einem elektrischen Wechselfeld verknüpft. Beide Felder verursachen eine periodische oder gepulste Umpolung der elektrischen und magnetischen Momente in den Zellen.

Das heißt, die elektrischen und magnetischen Momente der Moleküle werden zu Schwingungen im Takt (d.h. mit der Frequenz) des angelegten Magnetfeldes angeregt und können biochemische Reaktionen beeinflussen. Aufgrund zeitlich variabler elektrischen Felder tritt eine periodische oder gepulste Verschiebung der Ionenkonzentration im Bereich der Zellmembran auf.

Die damit verbundene Veränderung des Potentialgefälles im Bereich der Zellgrenzfläche kann eine erhöhte Durchlässigkeit der Zellmembran bewirken. Die erhöhte Beweglichkeit der Moleküle und Ionen in der Zelle und in der Zellmembran sowie Veränderung des Potentialgefälles im Bereich der Zellmembran kann den Stoffwechsel positiv beeinflussen und zum Beispiel zur Erhöhung des Sauerstoffpartialdruckes im Gewebe führen, womit die Sauerstoffaufnahme positiv beeinflusst wird.

Allgemeine Regeneration und Erholung der biologischen Systeme bewirken, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers und das Immunsystem aktiviert werden.

BEGLEIT– UND BASISTHERAPIE

Die natürliche, ganzheitliche Wirkungsweise der Magnetfeldtherapie, auf die physikalisch biologischen Systeme eines lebenden Organismus, erklärt ihr außerordentlich universelles Einsatzgebiet.

Die Magnetfeld-Stimulation ist bei bemerkenswert vielen Indikationen zielführend als Therapie oder therapieunterstützende Begleitmaßnahme anzuwenden, z.B. bei verschiedenen Erkrankungen wie Morbus Bechterew, Multipler Sklerose oder auch rheumatischen Leiden. Erfolge sind bei der Behandlung von Schmerzzuständen wie Migräne oder Menstruationsbeschwerden dokumentiert. Die allgemein positive Wirkung auf das Immunsystem kann beispielsweise in Zusammenhang mit der Therapie von Allergien genutzt werden. Vor allem als Zusatztherapie im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes hat die Magnetfeldstimulation in vielen Bereichen ihren fixen Platz gefunden. Selbstverständlich hat sie auch im Bereich der Prophylaxe ein breites Anwendungsgebiet. Sie fördert Entspannung, Stressabbau und Regeneration und dient der allgemeinen Stärkung des Organismus.


NEBENWIRKUNGEN

Zu dem Punkt Nebenwirkungen und Magnetfeldstimulation ist Gewissenhaftigkeit in der Interpretation sehr wichtig.

Grundsätzlich muss immer der gesamte Vitalstatus eines Patienten berücksichtigt werden. Daher ist auch zu beachten nach welchen biologischen und physikalischen Parametern das Magnetfeld- Stimulationssystem aufgebaut ist und wer es für welche Indikation anwendet . Unter Berücksichtigung dieser Faktoren kann gesagt werden, dass die Behandlung kaum unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringt. Therapien könnendaher auch über längere Zeitspannen hinweg verabreicht werden. Oft stellt sich der gewünschte Erfolg aber auch schon nach wenigen Anwendungen ein.

NEUE TECHNISCHE VORAUSSETZUNGEN

Moderne Mikroprozessortechnik ermöglicht es, z. B. bei den PHYSIOTRON- Systemen, Magnetfelder mit höchst komplexen Anforderungen aufzubauen und entsprechend speziell therapeutisch einzusetzen. Die neue Magnetfeldgeneration geht weit über die bisher erläuterte Wirkungsweise gängiger Magnetfeldtherapie-Systeme hinaus.

Mit dieser Technik wurde 1996 erstmals eine Brücke zur TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) gelegt. Bei ihrer Entwicklung wurden in EEG-Unter-suchungen zunächst jene Frequenzen erforscht und genau analysiert, in denen die menschliche Steuerungszentrale - das Gehirn - wesentliche Befehle an die Organsysteme aussendet. Diese spezifischen Frequenzmuster werden in der Folge bei der Erzeugung und Modulation eines schwachintensiven Magnetfeldes genutzt, um positive körpereigene Impulse zu simulieren und auszusenden.

Darüber hinaus wird bei der PHYSIOTRON- Stimulation besonderer Wert auf biologische Parameter gelegt, die maßgeblich die Funktionen unseres Körpers beeinflussen.

GEZIELTE STIMULATION DURCH RESONANZ

Auf diesem Weg werden Körperzellen zur Regeneration stimuliert – nach einem, dem jeweiligen Organismus entsprechenden Muster. Dem Körper werden vom Magnetfeld-Stimulationssystem unterschiedliche Frequenzmuster angeboten; er beginnt dann mit demjenigen Muster „mitzuschwingen“ , es kommt zum „Resonanzeffekt“. Die Entwickler der PHYSIOTRON –Stimulationssysteme sind weiters dazu übergegangen, statt mit bisher üblichen magnetischen

Wechselfeldern nun mit pulsierenden homogenen Gleichfeldern zu arbeiten – sie entsprechen besser dem natürlichen


Magnetfeld der Erde, in dem der menschliche Organismus schließlich entstanden ist. Nur unter der Berücksichtigung der menschlichen Biologie ist es möglich eine sinnvolle Maßnahme in der Gesundheitsbegleitung und der

Therapie, auf der Basis einer physikalischen Homöopathie, anzubieten. In diesem Sinne kann man objektiv gesehen von einer komplementärmedizinischen Therapie sprechen.

EINFACHE ANWENDUNG

Die Behandlung mit den PHYSIOTRON- Stimulationssystemen ist nicht invasiv und wird von den Patienten üblicherweise als sehr angenehm empfunden. Es ist eine Ganzkörperbehandlung ebenso möglich wie eine lokale Anwendung. Alle Anwendungen können ohne Ablegen von Kleidung bequem im Liegen oder Sitzen durchgeführt werden.

Um für jede Anforderung ideale Behandlungsmöglichkeiten zu gewährleisten, wurden individuelle Steuerprogramme und Applokatoren entwickelt. Verschiedene Programmabläufe regeln sedierende, aktivierende oder auch – für Reiztherapien – provozierende Magnetfelder.

Fortschrittliche Systeme sind so ausgelegt, dass die Intensität des Magnetfeldes individuell auf jeden Patienten abgestimmt werden kann – sensible Menschen reagieren häufig bereits bei sehr geringer Intensität gut. Üblicherweise sind morgens höhere Intensitäten nötig als abends. In der Regel dauert eine Therapieeinheit etwa 10 – 30 Minuten, die Behandlungszeit ist selbstverständlich – je nach Programmablauf – variabel. Die neue Gerätegeneration zeichnet sich durch vollautomatische Geräte und Programmsteuerungen aus.

INTERNATIONALE ERFAHRUNGEN

Mit der Entwicklung und laufenden Verbesserung von Magnetfeld-Stimula-tionssystemen befasst sich in Österreich seit Jahren ein internationales Team erfahrener Ärzte und Therapeuten, das sich zum „MEDizinischen EXpertenring (MED.EX.)“ zusammengeschlossen hat.

Der Ring ist eine freiwillige, nichtkommerzielle Vereinigung von ausschließlich medizinischen Anwendern, die Magnetfeldtherapie sowohl klinisch wie auch in privaten Praxen einsetzen.

 



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