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Heilung kommt von innen und verlangt unbedingt die Mitarbeit des Erkrankten. Der (innere) Weg zur Heilung ist die
eigentliche Voraussetzung zur (äußerlichen) Gesundung. Der Therapeut kann nur Hilfe leisten, der Ratsuchende
muss den Weg der Selbsterkenntnis gehen oder in einer oberflächlichen und meist nicht dauernden
Symptom-unterdrückung weiterleben. Nur die Selbsterkenntnis führt den erkrankten Menschen zurück von der Beschäftigung
mit äußeren Störungen, die seine Lebensqualität beeinträchtigen, zu seiner Mitte, zum
Sinn des Lebens. Erst die scheinbare Sinnlosigkeit einer Störung lässt Symptome zu einer wirklichen Krankheit
werden. (Zitat aus Qi Gong Quelle der Lebenskraft von Gerhard Wenzel) Ein weiterer und wesentlicher Schritt für die gelingende Auseinandersetzung mit dem Tinnitus ist, dass nicht nur
der Patient, sondern auch der Arzt ihn von Anfang an als Problem und Aufgabe ernst nimmt. Viele Ärzte neigen leider
noch immer dazu, die Ohrgeräusche zu bagatellisieren und sich in therapeutischem Nihilismus zu üben.
Dabei scheint gerade am Beginn der Erkrankung die Hoffnung auf Besserung des Tinnitus einigermaßen berechtigt
zu sein. Je länger die Ohrgeräusche dauern, desto schwerer sind sie zu beeinflussen. Zum Ausschluss organischer Ursachen sollte jeder Tinnitus-Patient HNO-ärztlich, internistisch und neurologisch
untersucht werden. Der Tinnitus kann z.B. den Beginn nahezu jeder Erkrankung des Ohres anzeigen. Der in ganzheitlicher
Diagnostik geschulte Arzt wird weiters nach Störfeldern (Narben, Störfaktoren im Zahnbereich u.a.) suchen, die
das Ohrgeräusch mitverursachen bzw. unterhalten können. Eine genaue und ausführliche Anamnese kann
dabei entscheidend weiterhelfen. Die Bedeutung psychischer Störfelder habe ich bereits erwähnt. Nach Abschluss der medizinischen, der psychologischen und der Störfelddiagnostik steht die individuelle Therapie
des Tinnitus fest. In der allgemeinen grundlegenden Behandlung von Ohrgeräuschen sollte auf die Möglichkeiten
der Naturheilkunde und auf die Konzepte ganzheitlicher Heilweisen nicht verzichtet werden. Ich gehe dabei von der Überzeugung
aus, dass jeder Organismus die Fähigkeit zur Selbstheilung besitzt. Den „inneren Arzt“ wirksam werden zu
lassen und ihn durch Setzen bestimmter Reize von außen zu unterstützen, wird Aufgabe von Arzt und Patient sein.
Die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten bilden dabei die Voraussetzung für jede weitere Bemühung.
Regelmäßig angewendete Entschlackungs- und Ausleitungsverfahren (Fasten- und Entschlackungskuren,
Schröpfen, Aderlass u.a.) stellen dazu eine immer notwendige Ergänzung dar. Dr. med. Johann Fuchs Fortsetzung folgt..... |

