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FIEBER ALS SANFTE THERAPIE
INFRAROT-WÄRMEKABINEN
HELFEN BEI CHRONISCHEN INFEKTEN,
ALLERGIEN UND RHEUMA
EIN BERICHT VON DR. MED. BERNHARD A. WEBER,
LEITER DES INSTITUTS FÜR NATURHEILVERFAHREN, MARBURG
Ursachen bekämpfen und damit chronische Erkrankungen langfristig ausheilen, können wir nicht durch Schmerzmittel,
Cortison oder Psychopharmaka; damit werden nur Symptome vertuscht, es wird also meist nur kurzfristig geholfen. Wenn es
im Haus brennt, nützt es auch nichts, nur den Feuermelder abzuschalten. Fieber als sinnvolle Abwehrmaßnahme
unseres Immunsystems gegen Erkrankungen haben viele Patienten schon lange nicht mehr durchlebt. Der Körper hat
damit diese enorme Aktivierung unserer Selbstheilungskräfte verloren.
Die Fiebertherapie wurde bereits von den früheren griechischen Ärzten geschätzt und erprobt. Der Arzt
Wagner von Jauregg erhielt 1927 den Medizin-Nobelpreis für seine gewagte Fiebertherapie bei chronischen Infekten,
die mit Malaria-Erreger innerlich erzeugt wurden.
Prof. Bier beschrieb in den 20er Jahren die Vorteile des Fiebers bei spontanen Wundentzündungen nach
Brusttumoroperationen; erneutes Auftreten des Tumors war seltener. Nach dem Krieg wurden sowohl in den USA, als
auch hier zahlreiche Versuche mit fiebererzeugenden Substanzen durchgeführt. Wegen schlechter Steuerbarkeit
jeder Patient reagiert sehr unterschiedlich sind heute trotz guter Erfolge keine Medikamente dafür mehr erhältlich.
Die Alternative fand Dr. M. Heckel, Esslingen, in den tief eindringenden Infrarot-Wärmestrahlen, die mit der
Sonnenwärmestrahlung vergleichbar sind. Jahrelange erfolgreiche klinische Anwendung, auch bei Tumorerkrankungen,
wird in seinem Buch über die Ganzkörper-Hyperthermie und Fiebertherapie ausführlich dargestellt. Höhere
Temperaturen von 38,5°C bis 42°C sind aber nur unter ständiger Überwachung vertretbar, besonders die
Kreislaufbelastung durch Wasserverlust beim Schwitzen kann hier erheblich sein. Ebenfalls für die Tumor-Begleittherapie
entwickelte Prof. V. Ardenne, Dresden, ein noch aufwändigeres, wassergekühltes System. Dessen kleinere Version
findet man jetzt in mehreren Kliniken im Einsatz bei chronischen Infekten, Umweltvergiftungen und Rheuma.
DIE NEUE GENERATION
Aber auch für ambulante Behandlung oder Therapie zu Hause stehen Infrarot-Wärmekabinen zur Verfügung
und wurden auch von unserem Institut in Marburg erfolgreich an über 80 Patienten geprüft. Damit gelingt es,
die Körpertemperatur um 1-2°C zu erhöhen. Das erwünschte sanfte Fieber kann erzielt werden.
Bei starken Krankheitsbeschwerden kann eine ärztliche Beurteilung der Durchführbarkeit vermittelt werden.
GIBT ES SCHON WIRKSAMKEITSNACHWEISE FÜR DIE SANFTE FIEBERTHERAPIE?
Klare Ergebnisse zur Wirksamkeit der sanften Fiebertherapie stellte die Wasserschlossklinik Neuharlingersiel vor, die auch auf
den Erfahrungen amerikanischer Umweltmediziner basieren.
1. Umweltgifte bei schadstoffbelasteten Patienten sanken im Blut deutlich ab, der gasförmige Austritt über die
Haut konnte sogar chemisch gemessen werden (Benzol, Trichlorethan, Gesamtkohlenwasserstoffe).
2. Allergische Erkrankungen, wie zB Neurodermitis, chronische Bronchitis und Infektneigung besserten sich bei mehrfach
behandelten Kindern und Erwachsenen wesentlich. Prof. K. L. Schmidt, Rheumaklinik, Bad Nauhaim der
Universität Gießen, konnte in einer Pilotstudie mit dem System von Prof. V. Ardenne bei Patienten mit
besonders schmerzhaften rheumatischen Erkrankungen der Muskeln und Sehnen, der Fibromyalgie, eine wesentliche
Besserung der messbaren Symptome erreichen. Die Patienten litten unter deutlich weniger Schmerzen.
Auch in verschiedenen Schriften japanischer, chinesischer und amerikanischer Ärzte und Wissenschafter wird von ü
berzeugenden Verbesserungen der Beschwerdebilder von Patienten bei einer Vielzahl von Krankheitssymptomen berichtet.
Die Marburger Hyperthermiestudie, welche inzwischen über 80 Patienten umfasst, bestätigt diese positiven Ergebnisse.
Das Wohlbefinden steigt, die Verträglichkeit auch bei bis zu 50 Minuten Anwendung ist gut. Unser Institut wird die
Fiebertherapie deshalb in sein Konzept aufnehmen und wissenschaftlich weiterverfolgen. Ziel der Fiebertherapie ist eine
kurzzeitige Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 38,5°C, Therapiedauer 30 - 50 Minuten,
Nachruhepause 20 - 40 Minuten, bei Entgiftung von chemischen Belastungen, Training des Immunsystems bei
chronischen Infekten, Rheuma, Allergien, Begleittherapie bei Tumorerkrankungen (nur nach Vortest EAV).
Ein Fragebogen zur Erfassung der Vorerkrankung wird notwendig, falls eine schwere Erkrankung vorliegt. Um das
Schwitzen zu fördern, sollte sowohl vor als auch während der Hyperthermie-Sitzung reichlich getrunken werden.
Die sanfte Gesundheitsvorsorge und Therapiemaßnahme Hyperthermie-Fiebertherapie mit Infrarot-Wärmekabine
wird somit zu einer günstigen, leicht durchführbaren neuen Naturheilmaßnahme für alle.
Dr. Bernhard A. Weber