Seite 2

MED.EX. INFORMATION
KURZINFORMATION ZUR MAGNETFELDTHERAPIE

EIN BEITRAG VON: MED. RAT DR. HEINZ GÜNTER,
FACHARZT FÜR CHIRURGIE, A-1030 WIEN


HEILENDE KRAFT DES MAGNETFELDS

NEBEN DEN BEKANNTEN, „KLASSISCHEN“ THERAPIEN UND
BEHANDLUNGSFORMEN HAT SICH IN DEN LETZTEN JAHREN VERSTÄRKT EINE
ALTBEKANNTE METHODE UNTER NEUEN TECHNISCHEN VORAUSSETZUNGEN
FÜR BEHANDLUNGEN VON CHRONISCHEN LEIDEN ALLER ART – AUCH IN DER
ARZTPRAXIS ETABLIERT:

DIE MAGNETFELD-THERAPIE - EINE ALTE TRADITION
Bereits im Altertum suchten die Menschen Orte mit besonders starken Magnetfeldern auf, um körperliche Beschwerden zu lindern. Die Chinesen behandelten schon vor Jahrtausenden verschiedene Krankheiten mit Magneten. Ähnliche Überlieferungen stammen aus dem alten Ägypten. Im Mittelalter erzielte in Österreich der bekannte Arzt Franz Anton Mesmer größte Erfolge mit der Behandlung durch die heilende Kraft des Magnetfelds.
Der Naturforscher, Arzt und Philosoph Paracelsus setzte Magnete ein, sie sollten bei Kopfweh und vielen anderen Leiden Erleichterung bringen. Seither sind weltweit mehr als 6000 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht worden, welche die biologische Wirksamkeit von Magnetfeldern eindrucksvoll dokumentieren.

WISSENSCHAFTLICH GESEHEN
Die Zelle besitzt als kleinste Einheit des Lebendigen einen eigenen Stoffwechsel, kann wachsen, ist reizbar, leitend, beweglich, anpassungsfähig und besitzt die Fähigkeit zu Neubildung und Fortpflanzung. Diese „kleinste Einheit“ beginnt unter elektromagnetischer Einwirkung zu pulsieren. Magnetische Feldlinien bewirken eine Verschiebung der Ionenkonzentration an der Zellmembran, das Potentialgefälle an der Zellgrenzfläche verändert sich. Die Zellmembran als „Empfänger“ des Magnetfeldes und Modulator biologischer Abläufe wird aktiviert und durchlässiger, sie pumpt intensiver Nährstoffe, Sauerstoff, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in das Zellinnere hinein. Gleichzeitig können die bei der Verarbeitung anfallenden Schlacken und Schadstoffe, also Stoffwechselprodukte, schneller abgebaut und dem Lymphsystem zugeführt werden. Die beobachtete Erhöhung des Sauerstoffpartialdrucks im Gewebe lässt auf eine verbesserte Sauerstoffnutzung durch die Zelle schließen.

KRANKHEIT BEGINNT IM KLEINEN
Generell kann man sagen: Ist der Mensch krank, ist der Stoffwechsel der Zelle gestört, die Leistung der Zelle geht zurück und steht der Lebenserhaltung des Umfeldes nicht mehr zur Verfügung.

Werden aber die Zellen einem pulsierenden Magnetfeld ausgesetzt, hilft ihnen das zur Steigerung ihrer Leistung, so dass die Selbst-heilungskräfte im Körper zu wirken beginnen – das Immunsystem wird stimuliert. Die durchblutungsfördernde Wirkung der Magnetfeldtherapie ist als reaktive Antwort des vegetativen Grundsystems aufzufassen. Die verbesserte Durchblutung des Gewebes führt meist zur Lösung von Krämpfen und Verspannungen und übt dadurch einen schmerzlindernden Effekt aus.

ALTERNATIVE METHODE
Aus dieser natürlich-ganzheitlichen Wirkungsweise der Magnettherapie kann auf ihr außerordentlich universelles Einsatzgebiet geschlossen werden. Die Magnetfeld-Stimulation ist bei bemerkenswert vielen Indikationen zielführend anzuwenden, z.B. bei verschiedenen Erkrankungen wie Mobus Bechterew, Multipler Sklerose oder auch rheumatischen Leiden. Erfolge sind bei der Behandlung von Schmerzzuständen wie Migräne oder Menstruationsbeschwerden dokumentiert. Die allgemein positive Wirkung auf das Immunsystem kann beispielsweise in Zusammenhang mit der Therapie von Allergien genutzt werden. Vor allem als Zusatztherapie im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes hat die Magnetfeldstimulation in vielen Bereichen ihren fixen Platz gefunden. Selbstverständlich hat sie auch im Bereich der Prophylaxe ein breites Anwendungsgebiet. Sie fördert Entspannung, Stressabbau und Regeneration und dient der allgemeinen Stärkung des Organismus.

NEUE TECHNISCHE VORAUSSETZUNG
Durch moderne Technik ist es möglich, Magnetfelder höchst komplexen Anforderungen entsprechend aufzubauen und speziell therapeutisch einzusetzen. Neue Systeme gehen über die bisher erläuterte Wirkungsweise gängiger Magnetfeldtherapie-Systeme hinaus. Bei ihrer Entwicklung wurden in EEG-Untersuchungen zunächst jene Frequenzen erforscht und genau analysiert, in denen die menschliche Steuerungszentrale - das Gehirn – wesentliche Befehle an die Organsysteme aussendet. Diese spezifischen Frequenzmuster werden in der Folge bei der Erzeugung und Modulation eines schwachintensiven Magnetfeldes genutzt, um positive – körpereigene – Impulse zu simulieren und auszusenden.

STIMULATION DURCH RESONANZ
Auf diesem Weg werden Körperzellen zur Regeneration stimuliert – nach einem, dem jeweiligen Organismus entsprechenden Muster. Dem Körper werden vom Magnetfeld-Stimulations-system unterschiedliche Frequenzmuster angeboten; er beginnt dann mit demjenigen Muster „mitzuschwingen“, es kommt zum „Resonanzeffekt“.

Neue Magnetfeldtherapie-Systeme sind weiters dazu übergegangen, statt mit bisher üblichen magnetischen Wechselfeldern nun mit pulsierenden homogenen Gleichfeldern zu arbeiten – sie entsprechen besser dem natürlichen Magnetfeld der Erde, in dem der menschliche Organismus schließlich entstanden ist.

DIE ANWENDUNG - EINFACH NATÜRLICH
Die Behandlung mit Magnetfeld-Stimulationssystemen ist nicht invasiv und wird von den Patienten üblicherweise als angenehm empfunden. Es sind Ganzkörper-behandlungen ebenso möglich wie lokale Anwendungen.

Um für jede Anforderung ideale Behandlungsmöglichkeiten zu gewährleisten, wurden von einigen Herstellern individuelle Steuerprogramme entwickelt. Verschiedene Programmabläufe regeln sedierende, aktivierende oder auch – für Reiztherapien – provozierende Magnetfelder.

Fortschrittliche Systeme sind so ausgelegt, dass die Intensität des Magnetfeldes individuell auf jeden Patienten abgestimmt werden kann – sensible Menschen reagieren häufig bereits bei sehr geringer Intensität gut. Üblicherweise sind morgens höhere Intensitäten nötig als abends. In der Regel dauert eine Therapieeinheit etwa 15 – 30 Minuten, die Behandlungszeit ist selbstverständlich – je nach Programmablauf – variabel.

NEBENWIRKUNGEN
Da die Behandlung kaum unerwünschten Nebenwirkungen mit sich bringt, sind Therapien auch über längere Zeitspannen hinweg möglich. Oft stellt sich der gewünschte Erfolg aber auch schon nach wenigen Anwendungen ein, abhängig von der jeweiligen Indikation. Aufgrund der guten Verträglichkeit können Magnetfeldtherapien als Zusatz-behandlung auch bei bösartigen Tumoren eingesetzt werden, bei denen kaum andere physikalische Therapie-möglichkeiten zur Verfügung stehen. Aus den gleichen Gründen wird die Magnetfeld-Stimulation auch gerne in der Geriatrie angewandt.



MED. RAT DR. HEINZ GÜNTER

 



MED.EX. - Zentrale | A - 4470 Enns, Perlenstraße 5
Rechtliches   Impressum   Tel.: 0043 - (0)7223 891914   Fax.: 0043 - (0)7223 891915   E-Mail:   info@med-ex.at